Zuschüsse und Förderung fürs E-Bike: So sparst du 2020 beim Kauf deines Pedelecs!

Die Anschaffungskosten eines neuen E-Bikes sind nicht ohne. Wie praktisch wäre es also, wenn ein Teil der Anschaffungskosten subventioniert oder über ein Förderprogramm bezuschusst würde? Ob und wie du an einen Zuschuss für dein neues E-Bike kommst, erfährst du in diesem Artikel.

Zuschuss vom Staat: Welche Förderprogramme helfen dir, dein E-Bike privat zu finanzieren?

Staatliche Subventionen gibt es für alles Mögliche, warum also nicht auch für E-Bikes? Schauen wir mal genauer, welche staatlichen Förderungen es 2020 für den Kauf eines E-Bikes gibt.

Förderung vom Bund bei der Anschaffung eines E-Bikes

Eine bundesweit einheitliche Förderung von E-Bikes gibt es leider nicht. Was in Ländern wie Frankreich bereits Usus ist, ist in Deutschland an einem Veto im Bundesrat gescheitert. Zugestimmt hat die Bundesregierung dort ausschließlich der Förderung von E-Autos. Hier scheint die Förderung zwingender nötig, denn der Markt für Elektrofahrräder entwickelt sich auch ganz ohne staatliche Zuschüsse auf Bundesebene hervorragend. 2019 wurden knapp 1,4 Millionen Elektro-Bikes in Deutschland gekauft:

Diagramm zur Entwicklung des E-Bike-Markts
Der E-Bike-Markt wächst. 2019 hat der Absatz zum ersten Mal die Millionengrenze überschritten. Quelle: Statista

Auch auf Bundeslandebene ist eine flächendeckende Förderung bisher Fehlanzeige. Es gibt allerdings zahlreiche Städte und Gemeinden in Deutschland, die eigene Förderprogramme für E-Bikes initiiert haben:

Welche Städte und Gemeinden fördern den privaten Kauf eines E-Bikes?

Insbesondere für große Städte und Ballungsgebiete macht die Bezuschussung beim Kauf eines E-Bikes Sinn. Die Straßen sind durch das hohe Verkehrsaufkommen ständig überlastet und die Feinstaubwerte liegen an einigen Orten weit über dem gesetzlich erlaubten Wert. Die Förderung eines E-Bike-Kaufs ist da ein geeignetes Mittel, um mehr Menschen vom Auto auf das Zweirad zu bewegen.

Die Förderprogramme der Städte und Gemeinde sind deutschlandweit sehr unterschiedlich. Meistens werden nur dienstlich genutzte E-Bikes bezuschusst. Doch einige Städte und Gemeinden fördern auch Privatpersonen beim Kauf eines E-Bikes:

Sollte auch deine Stadt oder Gemeinde ein Förderprogramm zur Unterstützung von Privatpersonen beim Kauf eines E-Bikes haben, freuen wir uns über eine Nachricht von dir. 😉

Teilnehmen am Förderprogramm – darauf solltest du achten:

Wird in deiner Stadt oder Gemeinde ein Förderprogramm angeboten, dass du nutzen willst und kannst, informier dich vorher genau über die Bedingungen, insbesondere:

  • Stichtag für die Einsendung des Antrags: Förderprogramme haben immer eine zeitliche Befristung. Es wäre schade, wenn du zu lange überlegst und die Förderung dann abgelaufen ist, wenn du sie nutzen möchtest.
  • Kaufnachweis: Den musst du immer einreichen. Du musst wissen, was genau auf der Rechnung verzeichnet sein und bis wann sie eingereicht werden muss, damit der Zuschuss ausbezahlt wird.
  • Zeitpunkt des Kaufs: Einige Förderprogramme subventionieren den Kauf auch noch nachträglich. Bei anderen Förderprogrammen muss erst der Antrag bewilligt sein, bevor du dein E-Bike kaufen darfst.

Gewähren Krankenkassen einen Zuschuss beim E-Bike-Kauf?

E-Bikes können Freude bei der Bewegung schaffen und erhalten. Nicht umsonst waren die motorisierten Fahrräder schnell bei Senioren beliebt. Auch jüngere Personen, die leichte Bewegungseinschränkungen haben oder schwer zu sportlichen Aktivitäten zu bewegen sind, können sie zur Bewegung motivieren.

Für Krankenkassen sind das jedoch keine gewichtigen Gründe, um den Kauf eines E-Bikes finanziell zu unterstützen. Nur ein medizinischer Grund könnte im Einzelfall zu einer Förderung eines E-Bikes als medizinisches Hilfsmittel führen. Hier muss dein Arzt eine nachvollziehbare Begründung schreiben. Die Bewilligung erfolgt dann gegebenenfalls nach einer Einzelfallprüfung.

Förderung deines E-Bikes durch den Arbeitgeber: Geht das und wenn ja, wie?

Die Kosten für ein neues E-Bike liegen schnell bei 2.500 bis 3.000 Euro, je nachdem, welche Ansprüche du an dein motorisiertes Zweirad hast. Deutlich günstiger wird es, wenn du, statt dein E-Bike privat zu kaufen, ein Leasing-Rad über deinen Arbeitgeber beziehst. Bis zu 25 Prozent des Kaupreises lassen sich hierbei einsparen. Dafür muss dein Arbeitgeber allerdings mit einem Fahrrad-Leasing-Anbieter kooperieren.

Und so funktioniert’s: Die monatliche Rate wird direkt von deinem Bruttogehalt abgezogen und muss daher nicht versteuert werden. Netto fehlt dir also weniger im Portemonnaie als die angegebene monatliche Leasing-Rate. Nach Ablauf des Leasing-Vertrags kannst du in der Regel entscheiden, ob du das E-Bike auslösen und übernehmen möchtest. Alternativ kannst du auch auf ein neueres Modell umsteigen und zahlst monatlich weiterhin die Raten.

Vor- und Nachteile und weitere steuerliche Vorteile kannst du in unserem Artikel über das E-Bike-Leasing nachlesen.

Zuschuss für Unternehmen: Bundesweites Förderprogramm für gewerblich genutzte Lasten-E-Bikes

Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen im Rahmen der Initiative für „Saubere Luft im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“ bei der Anschaffung von Lasten-E-Bikes, die mindestens einen Kubikmeter Transportvolumen und eine Nutzlast von mindestens 150 Kilogramm haben.

Neben Lasten-E-Bikes werden außerdem gefördert:

  • Ein einzelner Schwerlastenanhänger mit Motorunterstützung und
  • Ein Gespann aus Lastenfahrrad und Lastenanhänger, mindestens eines von beidem muss mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet sein.

Der Bund zahlt einen Zuschuss von 30 Prozent der Anschaffungskosten, jedoch nicht mehr als 2.500 Euro.