Welches E-Bike passt am besten zum Wohnmobil?

Immer mehr E-Bikes sind auf Deutschlands Straßen zu finden. Auch unter den Wohnmobilisten gibt es immer mehr Pedelec-Besitzer. Klar! Denn mit dem Elektrofahrrad lassen sich am Zielort auch längere Erkundungstouren relativ einfach bewältigen.

Du möchtest diesem Trend folgen und die Vorteile eines eigenen Elektrofahrrads genießen? Für die Auswahl eines passenden E-Bikes solltest du dir folgende Fragen stellen:

Um dir die Entscheidung zu erleichtern, stellen wir dir die folgenden E-Bike-Typen näher vor:

Klapp- oder faltbares E-Bike: Der perfekte Begleiter für kurze Wege

Als ideales E-Bike für Wohnmobilreisende werden oft faltbare E-Bikes genannt. Kein Wunder, denn sie lassen sich schnell und einfach verstauen, ohne dass ein zusätzliches Trägersystem notwendig ist. Auch sind die Pedelecs zum Klappen günstiger in der Anschaffung als nicht faltbare Elektrofahrräder.

Möchtest du das E-Bike vor allem für den schnellen Einkauf beim Bäcker oder für kleinere Erkundungstouren in flachem Gelände nutzen, bist du mit einem Klapp-E-Bike gut unterwegs. Für Touren im unwegsamen Gelände sind die faltbaren E-Bikes allerdings nicht die erste Wahl.

Darauf solltest du bei der Anschaffung eines faltbaren Elektrofahrrads achten:

  • Reifengröße: Kleinere Reifen bringen Vorteile beim platzsparenden Verstauen. Einfacher treten lassen sich allerdings Falträder mit größeren Reifen. Komfortables Fahren fängt bei 20-Zoll-Reifen an.
  • Falt- oder Klappmechanismus: Dieser sollte einfach funktionieren. Ob das E-Bike einmal klappbar ist oder sich an mehreren Stellen zusammenfalten lässt, ist am Ende Geschmackssache.
  • Reichweite: Die Akkukapazität fällt bei klappbaren Pedelecs teilweise geringer aus. Möchtest du längere Touren mit deinem E-Faltrad unternehmen oder kannst du dein E-Bike nicht sofort wieder laden, sollte die Akkukapazität für eine Reichweite von circa 100 Kilometern ausreichen.
  • Gangschaltung: Die Anzahl der Gänge hängt davon ab, ob du auch Anstiege mit deinem Falt-E-Bike ohne große Anstrengung meistern möchtest. Eine Dreigangschaltung sollte ein klappbares E-Bike schon mitbringen.
  • Ausstattung: Die Ausstattung des klappbaren Pedelecs entscheidet über Fahrkomfort und Gewicht. Fährst du hauptsächlich auf befestigten Wegen, kannst du auf Schutzbleche verzichten. Reicht dir ein Rucksack zum Transport deiner Habseligkeiten, kommst du auch ohne Gepäckträger aus. Statt einer fest verbauten Beleuchtung tun es auch aufladbare Fahrradlampen, die du bei Bedarf verwendest.

Die Vor- und Nachteile eines faltbaren E-Bikes im Überblick

Vorteile:

  • Schnell und einfach zu verstauen: Kann ohne zusätzlichen Fahrradträger im Wohnmobil transportiert werden und ist schnell einsatzbereit.
  • Für kurze Strecken in der Stadt und in ebenem Gelände der ideale Begleiter.
  • Je nach Ausstattung und Marke in der Regel günstiger als ein nicht klappbares Pedelec.

Nachteile:

  • Höherer Verschleiß, da sich kleinere Reifen häufiger um die eigene Achse drehen.
  • Sitzkomfort: Für Personen mit einer Körpergröße über 1,85 Meter ungeeignet, da sich Lenker und Sitzstange nicht beliebig verstellen lassen.
  • Ungeeignet für unwegsames Gelände. Faltbare E-Bike-Modelle mit Federgabel gibt es zwar, wer aber gerne und häufig abseits von befestigten Wegen fährt, sollte auf ein E-Mountainbike setzen.

Das E-Mountainbike: Für Abenteuer im freien Gelände die erste Wahl

Parkst du mit deinem Wohnmobil gerne auch mal fernab von Campingplätzen und liebst, es die Natur abseits von Touristenpfaden zu erkunden? Dann ist ein E-Mountainbike die beste Wahl, um deinen Freiheitsdrang auch auf dem Zweirad auszuleben. Ebenso wie mit einem nicht motorisierten Mountainbike kannst du dich auch mit einem E-MTB in freiem Gelände sportlich up- und downhill bewegen. Dank der Motorisierung schaffst du größere Anstiege mit geringerem Kraftaufwand. Für Ausflüge in der Stadt ist das vollwertige E-Mountainbike hingegen weniger geeignet.

Beim Kauf eines E-Mountainbikes solltest du das berücksichtigen:

  • Hardtail oder Fully: Ein Hardtail-Mountainbike ist nur am Vorderrad mit einer Federgabel ausgestattet. Das Fully hingegen kommt mit einer Vollfederung daher. Letzteres bietet in unebenem Gelände aufgrund seiner Vollfederung mehr Fahrkomfort. Rückenschonender und sicherer ist es damit auch. Die Reichweite wird durch die Federung eines E-Bikes übrigens nicht beeinflusst. Möchtest du das E-Mountainbike alternativ zu einem E-Touring-Bike anschaffen und bist eher auf befestigten Wegen unterwegs, dann tut es auch ein Hardtail.
  • Rahmengröße: Sie hängt zum einem von deiner Körpergröße, zum anderen von deiner Fahrweise ab. Stehst du zwischen zwei Rahmengrößen, bietet der größere Rahmen mehr Sitzkomfort, der kleinere eignet sich eher, wenn du sehr sportlich unterwegs bist.
  • Antrieb: Heckantrieb oder Mittelmotor? Das entscheidet sich meist schon über die Auswahl Fully oder Hardtail. Im freien Gelände hat sich der Mittelmotor bewährt, der durch die bessere Gewichtsverteilung für den größeren Fahrspaß sorgt. Der Heckantrieb kommt fast ausschließlich an den Hardtails zum Einsatz, die vorwiegend auf befestigten Wegen und Straßen rollen.
  • Laufradgröße: Auch die Größe der Laufräder entscheidet über Fahrkomfort und Fahrspaß. Bist du eher der sportliche Fahrer, der sein Abenteuer im Gelände sucht, bist du mit 29-Zoll-Rädern gut beraten. Soll dein E-Mountainbike vor allem auf der Straße zum Einsatz kommen, sind 27,5 Zoll Räder die bessere Wahl.
  • Preis: E-Mountainbikes sind grundsätzlich teurer als E-Touring-, E-Urban-Bikes und motorisierte faltbare Fahrräder. Die sportlich ausgelegten Bikes sind nämlich mit höherwertigen Komponenten ausgestattet. Ein Fully ist entsprechend auch nochmal teurer als ein Hardtail, weil ein Mittelmotor und eine zusätzliche Federgabel mit verbaut wurden.
  • Transport: Breitere Reifen wappnen das E-Mountainbike für besonders abenteuerliches Terrain. Allerdings haben sie auch den Nachteil, dass sie unter Umständen nicht in den bereits vorhandenen Fahrradträger passen. Wie du dein motorisiertes Zweirad transportieren möchtest, solltest du insbesondere bei diesem E-Bike-Typ vorab bedenken.

Die Vor- und Nachteile eines E-Mountainbikes im Überblick

Vorteile:

  • Hoher Fahrspaß für sportliche Fahrer.
  • E-MTBs eignen sich bestens für Erkundungstouren abseits von hoch frequentierten Touristenpfaden.

Nachteile:

  • Höhere Anschaffungskosten als bei anderen Elektrofahrrad-Typen.
  • In der Regel gehören E-Mountainbikes zu den schwersten Pedelecs.
  • Ausstattung ist häufig nicht StVZO-konform und muss nachgerüstet werden, wenn das E-Mountainbike auch im Straßenverkehr zum Einsatz kommen soll.

Das Trekking-E-Bike: Das perfekte Gefährt für längere Touren

Wer mit dem Wohnmobil reist, liebt es Gegenden und Landschaften zu erkunden. Das passende E-Bike hierfür ist das Touring- oder Trekking-E-Bike. Der Allrounder unter den E-Bikes ist nicht umsonst das beliebteste Pedelec, denn es bietet alles, was für Ausflüge auf dem Zweirad notwendig ist:

  • einen stabilen Rahmen und Gepäckträger, um Fahrradtaschen mit ordentlich Gewicht bequem transportieren zu können,
  • eine StVZO-konforme Ausstattung, sodass das Elektro-Bike auch in der Stadt und auf der Landstraße ohne weiteres Zubehör zu jeder Zeit gefahren werden kann sowie
  • eine bequeme Sitzposition, in der man auch mehrere Stunden fahren kann, ohne Rückenschmerzen zu riskieren.

Mit einem Touring-E-Bike triffst du richtige Wahl, wenn du gerne länger auf dem E-Bike unterwegs bist – egal ob Erkundungstouren in Ortschaften und Städten oder längere Ausflüge über Land. Leichte Anstiege meistert ein Trekking-E-Bike hervorragend, größere Höhenunterschiede überwindest du besser mit einem Elektro-Mountainbike.

Achte bei der Anschaffung eines Touring-E-Bikes auf Folgendes:

  • Rahmenhöhe: Die Höhe des Rahmens sollte passend für deine Größe sein, denn nur dann kannst du auch über Stunden bequem sitzen.
  • Gepolsterter Fahrradsattel: Damit dein Allerwertester den Ausflug unbeschadet übersteht, empfiehlt es sich, auf einen gut gepolsterten Fahrradsitz zu achten.
  • Lenkerbreite: ist entscheidend für die Sitzposition. Im Idealfall lässt sich am Lenker nicht nur die Höhe, sondern auch die Neigung verstellen.
  • Verstellbare Griffe: schonen die Handgelenke auf längeren Ausflügen.
  • Eine gute Federung: vorn ist Pflicht. Sie entlastet die Gelenke beim Fahren im unebenen Gelände. Willst du es besonders komfortabel haben, dann leg dir ein Touring-E-Bike mit Vollfederung zu.
  • Die Reifengröße: beträgt beim Trekking-E-Bike meist 28 Zoll. Die Räder sind dünner als beim Mountainbike und mit weniger Profil ausgestattet.
  • Ein stabiler Gepäckträger: ist Pflicht! Denn hier sollen vollgepackte Fahrradtaschen aufgeladen werden können.
  • Eine elektronische Kettenschaltung: ist perfekt auf den Motor des E-Bikes abgestimmt und eignet sich auch gut für eine sportliche, schnellere Fahrweise.

Die Vor- und Nachteile eines E-Trekking-Bikes im Überblick

Vorteile:

  • Allroundgefährt, das sowohl in der Stadt als auch über Land lange Touren bequem ermöglicht.
  • Auch größere Gepäckstücke können komfortabel transportiert werden.

Nachteile:

  • Sind beim Elektro-Touring-Bike keine zu finden.